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Servette findet gegen einen unterlegenen, aber würdigen Gegner zum Sieg zurück. Die Grenat bleiben Tabellenführer.


Die zwölf aufeinanderfolgenden Niederlagen der Tessinerinnen sowie die gleichzeitige Genfer Unbesiegbarkeit erweckten den Eindruck, dass das Spiel nur in einer Richtung laufen würde. Diese Vermutung schien sich in den ersten Minuten zu bestätigen, als die Grenat einen Elfmeter zugesprochen bekamen. Dies war beim Cupsieg in Lugano (0-11) auch der Fall gewesen. Allerdings unterschied sich der Spielverlauf von Samstag von demjenigen im Schweizer Cup, denn die gegnerische Torhüterin wehrte den kraftvollen Versuch der Genfer Kapitänin, Maeva Sarrasin, ab.

Auch wenn die Servettiennes das Spiel von A bis Z dominierten, erwies sich die Aufgabe alles andere als einfach, denn die Tessiner Abwehr machte zusammen mit ihrer formstarken Torhüterin die Räume eng. Die Spielerinnen von Eric Sévérac erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen, holten viele Eckbälle heraus, flankten gefährlich vor das Tor, aber sie zeigten sich zu wenig konsequent im Abschluss. Caroline Abbé traf nach einem Eckball den Pfosten, den Nachschuss setzte sie über das Tor. Der erste Treffer lag eigentlich in der Luft.      

Zwei Minuten später eroberte die unermüdliche Sarrasin einen Ball im gegnerischen Strafraum, passte zu Amandine Soulard, die Léonie Fleury auf der anderen Seite anspielte. Die Französin stand allein vor dem leeren Tor und liess sich nicht zweimal bitten (30.). Dank ihrem elften Saisontor führten die Grenat zur Pause.  

Die zweite Halbzeit sah so aus wie die erste: viele Flanken, viele Schüsse, viele Ablenkungen, viele Paraden, viele Befreiungsschläge, viele Balleroberungen. In der Tessiner Platzhälfte ging der Ball überall hin, nur ins Tor wollte er nicht. Eine gewisse Anspannung machte sich sogar bemerkbar, als die Spielerinnen von Lugano von den vielen Wechseln und der Müdigkeit der Genferinnen profitierten und plötzlich auch nach vorne spielten. Diese seltenen Phasen ohne Ball blieben für Servette folgenlos. Die kurz zuvor eingewechselte Mirela Jakupi versuchte es mit einem Weitschuss, welcher die gegnerische Torhüterin in der 87. Minute düpierte. In der Nachspielzeit erzielte Léonie Fleury nach einem Assist von Sarrasin ihr zweites Tor (90.) des Tages. Zum vierten Mal in der laufenden Saison traf die Stürmerin zweifach.

In den drei Heimspielen des Jahresanfangs holte Servette sieben Punkte. Jetzt folgt der schwierige Teil. Am nächsten Wochenende reisen die Grenat nach Luzern, der auf dem vierten Tabellenplatz steht. In drei Wochen empfangen sie dann den FC Zürich, der einen Punkt Rückstand aufweist.